Experimentelle Wohnformen

1190 Wien

Kooperationspartner

Architekten Tillner & Willinger ZT GmbH

Margaretenplatz 7/2/1
1050 Wien

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Selbstbauprojekte als innovativer Beitrag zur aktuellen Situation am Wohnungsmarkt

Ziel des Projektes ist die Erarbeitung von Grundlagen für Selbstbau-Wohnprojekte im Rahmen des geförderten Wohnbaus in Wien. Das Projekt reagiert damit auf die Notwendigkeit, sehr schnell sehr kostengünstigen Wohnbau zu errichten und verknüpft dies mit der Frage nach einer möglichen Integration von Asylberechtigten. Und es geht darum mehr zu tun, als „nur“ leistbaren Wohnbau herzustellen. Wohnbau kann, so die These, neben dieser Leistbarkeit auch kommunikative und integrative Funktionen erfüllen, sofern die Konzeption und Durchführung bereits als integrative Prozesse gedacht werden. Das Projekt setzt auch an einem allgemeinen Interesse an Hands-on-Projekten und Bottom-up- Projekten sowie an einem sehr großen Interesse an DIY-Bewegungen und Sharing Economies an. Die erste Wiener Siedlerbewegung zu Beginn des 20. Jahrhunderts dient im Forschungsprojekt als Referenz. Es werden mögliche Anknüpfungspunkte identifiziert und deren heutige Interpretation formuliert.

25 internationale Beispiele

Die Recherche umfasst 25 internationale Beispiele in Europa, Asien, Afrika und Lateinamerika. Die Beispiele beginnen in den späten 1980er Jahren (Selbstbauterrassen Berlin und Siedlung Leberberg Wien) und reichen bis zu aktuellen Selbstbauprojekten wie Grundbau und Siedler (Hamburg, 2013).

Interne Workshops (zwischen ArchitektInnen und SoziologInnen) und ein erweiterter Workshop mit internationalen ExpertInnen liefern die Basis für die Ausarbeitung der Grundlagen, ergänzt durch zwei Interviews, die mit ExpertInnen geführt wurden.

Pattern Language: Selbstbau

Die Pattern Language: Selbstbau bildet eine Basis, auf die zukünftig zurückgegriffen werden kann. Sie garantiert notwendige Qualitäten und beschreibt, welche Bereiche nicht, teils oder zur Gänze in Selbstbau errichtet werden können. Die Pattern Language: Selbstbau basiert auf der vorangestellten Recherche und den Ergebnissen der Workshops und Interviews. Die Pattern Language: Selbstbau gliedert sich in vier Bereiche: Quartier, Struktur, Wohnen und Atmosphäre.

Der Prozessfahrplan bietet einen Überblick über das Zusammenwirken der Stakeholder und gibt eine mögliche Timeline eines Selbstbau-Wohnprojektes wieder, in das Asylberechtigte integriert werden sollen. Die Timeline führt die wichtigsten Meilensteine den Bau betreffend an und positioniert wichtige Ereignisse, die Kooperation mit Institutionen und Akteuren oder die Anwendung bestimmter Medien zu einem bestimmten Zeitpunkt. Die Kooperative Projektsteuerung und Soziale Prozessbegleitung beschreibt, wie die ambitionierten Projektziele (Integration, Ausbildung, Bauen am Gesamtprojekt, Aufbrechen von tradierten Geschlechterrollen und das Community-Building) erreicht werden können.

Passende Veranstaltungen

"Wohnformen für die Zukunft": IBA-Talk mit Buchpräsentation*

Wie wohnen wir morgen? IBA-Talk Buchpräsentation How will we live tomorrow? 14.09.2020 | 19:00 - 14.09.2020 | 21:00 WEST (ehem. Sophienspital) | Stollgasse 17/ Ecke Neubaugürtel

Im Rahmen eines IBA-Talks wird ein Bogen gespannt von der „Geschichte des gemeinschaftlichen Wohnens“. Im Rahmen des Abends werden auch die zu Grunde liegenden Studien „Geplant - gebaut - genutzt“ und „Wohnen in Gemeinschaft“ sowie das Buch „Eine Geschichte des gemeinschaftlichen Wohnens“ präsentiert.

SELBSTBAU MEETS WIENER WOHNBAU

Symposium 10.11.2017 | 10:00 - | 20:00 Architekturzentrum Wien | Museumsplatz 1

Die IBA_Wien denkt den Selbstbau neu: Könnten Strategien aus der Wiener Siedlerbewegung zukünftig auch im geförderten Wohnbau eingesetzt werden? Darüber diskutieren im Az W internationale ExpertInnen.

Kooperationspartner

Architekten Tillner & Willinger ZT GmbH

Margaretenplatz 7/2/1
1050 Wien

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