Nutzungsmischung

 

Stadt lebt von Vielfalt, Mischung und Veränderung. Auch eine Stadt wie Wien, die zu Recht stolz auf ihre Wohnbautradition ist, wäre nur eine Siedlung, wenn sie nur aufs Wohnen reduziert wäre. Damit Quartiere wirklich ein Stück lebenswerte und lebensfähige Stadt werden, braucht es ein gutes Mischverhältnis. Ein kleinteiliger Mix aus Wohnen, Arbeiten und Einkaufsmöglichkeiten sorgt für kurze Wege, vermeidet Verkehr und Emissionen. Kultur, Gastronomie und soziale Angebote sind wesentlich für die Identität eines Grätzels.

Nicht zu vernachlässigen ist dabei die produktive Stadt, das heißt, Orte, an denen Gewerbe, Logistik und Produktion stattfinden können, ohne dass sie an den Stadtrand verbannt werden. Dazu kommen neue Arbeitsformen wie das Home Office. Das bedeutet, dass die Grenzen zwischen Wohnen und Nicht-Wohnen offener werden. Vor allem die Erdgeschosse in den Quartieren bieten sich für produktive Experimente mit urbanen Mischformen an.

Die IBA_Wien stellt die Nutzungsmischung bei der Quartiersent wicklung in den Mittelpunkt, beispielsweise in den Quartieren „Am Seebogen“ und im Sonnwendviertel. Aber auch innerhalb einzelner Gebäude haben viele Projekte nicht nur produktive Mischungen entwickelt, sondern auch Methoden, um die unterschiedlichen Bedürfnisse zu koordinieren. Denn ein Ein-Personen-Unternehmen plant seine  Zukunft komplett anders als ein Wohnbauträger. Das erfordert gutes Management und Koordination von Anfang an.

 

Beispiele in der IBA ...

6 1

Atelierhaus C21

Das Atelierhaus löst die gängigen räumlichen Grenzen zwischen Arbeiten und Wohnen auf und bietet Raum als neutrale Rahmenbedingung, offene für verschiedene Lebensstrukturen und Nutzungen, die die Nutzer*innen selbst gestalten und bestimmen können.

Bikes and Rails

Das Wohnprojekt Bikes and Rails ist Teil des habiTAT Mietshäuser Syndikats, eines Netzwerks selbstorganisierter und solidarischer Hausprojekte mit dem Ziel, Häuser vom Markt freizukaufen und als selbstverwaltete Freiräume für alle Zeit zu sichern.

die HausWirtschaft

In einem partizipativen Prozess mit den künftigen Nutzer*innen entsteht im Nordbahnviertel ein Gebäude für die gemeinwohlorientierte Genossenschaft „die HausWirtschaft“.

Grüner Markt

Der „Grüne Markt“ vereint Wohnen, Arbeiten und Produzieren. Von der Gesamtfläche des Hauses stehen an die 30% für gewerbliche Nutzung zur Verfügung.

Kulturgarage

Die "Kulturgarage" bringt Kultur in die Vorstadt und bietet im Sockelbereich mit dem zweigeschossigen Veranstaltungszentrum Raum für vielfältige kulturelle Veranstaltungen.

Wohnen & Gewerbehof

Alleinstellungsmerkmal dieses Projektes ist die bewusste Kombination von Wohnen und Arbeiten im Rahmen eines völlig neu konzipierten Modellprojekts: Ein feinorchestriertes Freiraumkonzept ist das Bindeglied zwischen den beiden Ökosystemen.

... und darüber hinaus

6 1

Weitere Innovationen & Projekte

Viele konkrete Innovationen und Projekte gehen über den Zeitraum der IBA_Wien hinaus und stellen wichtige Impulse für die Weiterentwicklung des genannten Themenfeldes dar.

Klicken Sie auf den Pfeil über dem Bild um mehr zu erfahren!

Urban Upgrade

Urban Upgrade stellt ein besonderes Service für Start-Ups, Small Busines- ses, EPUs, KMUs, Bauträger, Immobi- lienentwickler und Hausverwalter dar.

Wohnen & Arbeiten für Kunst- und Kulturschaffende

Ähnlich wie bei EPUs und KUs spielen Künstler*innen und Kulturschaffende eine bedeutende Rolle in der Quartiersentwicklung.

Anergienetze

Quartiersentwicklung wird künftig nicht mehr ohne frühzeitige Einbindung der Energieplanung auf Quartiersebene möglich sein.

Raumteiler-Hubs

Raumteiler-Hubs sind keine neue Erfindung. Diese Art kooperativer Raumnutzung hat in Städten und im ländlichen Raum seit einiger Zeit Fuß gefasst.

Co-kreative Meile

Die „Co-kreative Meile“ in der Seestadt wird kreative, kulturelle und nicht-kom- merziell genutzte Freiräume schaffen.